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Beeindruckende Architektur

Nur wenige historische Bauten in Leipzig haben solch eine Ausstrahlung wie die Konsumzentrale. Das stromlinienförmige Architekturdenkmal im Leipziger Westen wurde vom Hamburger Architekt Fritz Höger entworfen, der u.a. mit dem Chilehaus der Elbstadt berühmt wurde.

Der imposante Gebäudekomplex der Konsumzentrale erinnert an einen großen Ozeandampfer: streng geordnet, mit gewölbten Fensterscheiben und einem flachem Dach, das einer Kommandobrücke ähnelt. Auch im Treppenhaus gibt es maritime Bezüge, wie grüne Fliesen und dem Treppengeländer, das einer Reling nachempfunden ist.

Fabrikanlage
teilzerstörtes Gebäude
Konsumverein Leipzig-Plagwitz
Innenraum historisch

Historische Bilder aus der Geschichte der Konsumzentrale.

Historische Eckdaten

1928 Die Konsum Leipzig eG schreibt glänzende Wirtschaftszahlen. Überall entstehen neue Filialen und der Platzbedarf für Lager, Verwaltung und Werkstätten steigt. So beschließt der damalige Konsumvorstand einen zentralen Neubau in der Jahnstraße (heute Industriestraße).

1929 Der bekannte Hamburger Architekt Fritz Höger setzt sich gegen vier Mitwettbewerber durch und wird mit der Planung und dem Bau des neuen Verwaltungssitzes beauftragt.

1930 Die Bauarbeiten beginnen im Frühjahr 1930. Schnell wächst auf einer Länge von 110 Metern die imposante Stahlbaukonstruktion mit Backsteinfassade in die Höhe. Bereits ein halbes Jahr später, am 28. Juli, wird die neue Konsumzentrale eingeweiht.

1932 Nach mehreren Erweiterungen wird der Komplex fertiggestellt. Das Lagerhaus blieb dabei jedoch unvollendet. Die Baukosten betrugen insgesamt 4,1 Millionen Reichsmark.

1945 Die Konsumzentrale übersteht den 2. Weltkrieg weitgehend unbeschadet und blieb auch zu DDR-Zeiten Sitz der Genossenschaft.

1991 Die Konsumgenossenschaften Stadt Leipzig, Kreis Leipzig und Kreis Delitzsch fusionieren zur heutigen Konsum Leipzig eG – natürlich mit Sitz in der Konsumzentrale.

2000 Im Zuge des EXPO-Projektes: „Plagwitz auf dem Weg ins 21. Jahrhundert“ wurde begonnen die Konsumzentrale für mehr als 2 Millionen DM zu sanieren. So entstanden auf rund 30.000 Quadratmeter attraktive Büro- und Lagerräume, die zum Teil auch zur Vermietung angeboten werden. Highlights sind die zwei liebevoll restaurierten Festsäle, die für Konferenzen und Tagungen gebucht werden können.

Heute ist die Konsumzentrale somit nicht nur Verwaltungssitz der Konsum Leipzig eG – sondern auch eine vielseitige, beliebte Gewerbeimmobilie und eines der imposantesten Architekturdenkmäler von Leipzig.

Fabrikanlage
teilzerstörtes Gebäude
Konsumverein Leipzig-Plagwitz
Innenraum historisch

Der architektonische Detailreichtum der Konsumzentrale beeindruckt auch heute noch.

Konsumzentrale
Die Konsumzentrale entstand von 1929 bis 1932. Das Architekturdenkmal ist heute Verwaltungssitz der Konsum Leipzig eG – und ein lebendiger Gewerbekomplex mit modernen Büro-, Lager- und Veranstaltungsräumen.

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